Alle sterben – auch die Löffelstöre
Das Romandebüt der Leipzigerin Kathrin Aehnlich erzählt mit erstaunlicher Sprachfertigkeit, viel Poesie und mutigem Realismus die Geschichte einer lebenslangen Beziehung. Skarlet – nicht Scarlett – und Paul – nicht Rhett – lernen sich im Kindergarten kennen, den sie gemeinsam in der DDR besuchen. Schon damals stehen sie sich bei gegen die verbissen pädagogisierende „Tante Edeltraut“, eine Megäre der sozialistischen Vorschulerziehung, für die jeder Tag ein Kampftag Auge in Auge mit dem Klassenfeind ist. In der Schule dann sitzen sie acht Jahre lang in der vierten Bank nebeneinander, schreiben voneinander ab und entwickeln ihre Eigenarten, denen sie von da an treu bleiben.
(rezension gefunden im Poetenladen.de)