Der Borromäus-Verein hat folgende Rezension zum Band 7: Harry Potter und die Heiligtümer des Todes erstellt:
„Harry Potter begeht in wenigen Tagen seinen 17. Geburtstag. Somit ist der Zeitpunkt gekommen, ab dem er nach magischen Maßstäben erwachsen ist und nicht mehr unter einem besonderen Zauber steht, der ihn im Haus der Muggelfamilie Dursley schützt. Aus diesem Grund wird er von befreundeten Zauberern und Hexen und von Mitgliedern des Phönixordens vor seinem ärgsten Widersacher Lord Voldemort und dessen Anhängern zum Haus der Familie Weasley und in Sicherheit gebracht. Nach kurzem Aufenthalt begibt er sich zusammen mit seinen treuen Freunden Ron und Hermine im Auftrag des vor einigen Wochen ermordeten Professor Dumbledore auf die abenteuerliche Suche nach Horkruxen, in denen sich jeweils ein Teil der Seele Voldemorts verbirgt. Sämtliche Horkruxe müssen zerstört werden, um eine Chance im Kampf gegen Voldemort zu haben und um das Böse endgültig besiegen zu können. Harry erfährt in Träumen und Visionen, dass der Lord, dessen Name in der Zaubererwelt nur von den Mutigsten ausgesprochen wird, auf der Suche nach den drei Heiligtümern des Todes ist, die Harry bislang als Legende einstufte: Es handelt sich dabei um den Elderstab, einen Stein, der Tote auferweckt und einen Tarnmantel. Harry ist zunächst ratlos, wonach er nun suchen soll, Horkruxe oder Heiligtümer. Mit Ron und Hermine spürt er nach und nach an unterschiedlichen Orten Horkruxe auf und zerstört sie. Dabei gerät er auch auf die Fährte der Heiligtümer. Schließlich trifft er in Hogwarts in der alles entscheidenden Schlacht auf seinen Feind. Er wird dabei von Ron und Hermine, von den übrigen erwachsenen Mitschülern, vom Phönixorden, von den Elfen und von vielen weiteren mutigen Magiern unterstützt und kann den Sieg über das Böse erringen. Der Preis dafür ist hoch. Zahlreiche Tote hat die magische Welt zu beklagen. Mit dieser deutschen Ausgabe hat Klaus Fritz eine solide Arbeit abgeliefert und die englische Originalfassung perfekt ins Deutsche übertragen. Der Soziologe und Übersetzer hat, wie schon in den vorangegangenen Bänden, die vielen Wortneuschöpfungen der Autorin in die angemessene deutsche Form gebracht: so wird z.B. aus dem Polyjuice Potion der Vielsaft-Trank, aus dem Quibbler wird der Klitterer, aus dem Crumple-Horned Snorkack wird der Schrumpfhörnige Schnarchkackler, aus der infusion of Gurdyroots wird der Spulenwurzeltee, usw. Klaus Fritz hat bei der Übertragung der phantasievollen Wortneuschöpfungen die Laut- und Wortspielereien der Autorin weitmöglichst beibehalten. Insgesamt hat er die Atmosphäre, die die Autorin kreierte sehr gut eingefangen und in all ihren Facetten im Deutschen abgebildet. Manchmal stößt der Übersetzer aber auch an Grenzen, denn der englische Wortschatz ist weitaus größer, als der deutsche. Stets hat er eine gute Lösung gefunden. Klaus Fritz hat zudem den unterschiedlichen Sprachgebrauch der einzelnen Figuren im Original für die Übersetzung berücksichtigt. Der Halbriese Hagrid z.B., spricht auch im Deutschen umgangssprachlich, Professor McGonagall drückt sich sehr gewählt aus, die jugendlichen Sprecher verwenden ihrem Alter gemäße Worte. Unter anderem durch die Beibehaltung der englischen Namen des Originals und durch die Übermittlung des sarkastischen Humors in einigen Dialogen und an anderen Textstellen ins Deutsche ist es gelungen, die deutsche Übersetzung sehr britisch wirken zu lassen. Jedoch rührt die Art der Darstellung der Schreckensherrschaft der Todesser unter der Führung Lord Voldemorts gerade den deutschen Leser an, erinnert sie doch an die Zeit des Naziregimes in Deutschland. Im Vordergrund stehen in diesem Buch aber Harry und seine Freunde, die wie Ritter aus der Artussage auf der Suche nach dem Gral anmuten, die zahlreiche Abenteuer bestehen müssen. Mit den Abenteuern, die Harry und seine Freunde durchleben, begegnen den Lesern zahlreiche Motive und magische Figuren aus den vorangegangenen Bänden, sodass es für die Übersetzung sehr wichtig war, dass Klaus Fritz in diesem siebten Band an seine bisherigen Übertragungen anknüpfte und in konsequenter Fortführung für jedes Motiv, jedes magische Wesen und jede Wortneuschöpfung der Autorin stets die gleiche deutsche Übersetzung wählte. Das hat er durchweg getan und damit eine gute Übersicht über das Gesamtwerk bewiesen. Auch in der deutschen Übersetzung sehr lesenswert. Ein unbedingtes Muss und absoluter Genuss für alle Potter-Fans ab 14 Jahren.“